F脺R ELTERN

Sprache schafft Gemeinsamkeit

 

Das sind Worte des Sprachwissenschaftlers, Theodor Berchem, die in seinem Interview für die Main-Post fielen. Er sprach auch von Heimatintegration, vom Sprachenlernen und von Identität.

hinzugef眉gt am:   2015-09-14

Theodor Berchem ist ein deutscher Romanist und Sprachwissenschaftler. Er spricht mehr als 15 Sprachen und hat seine Kinder zweisprachig (deutsch-französisch) erzogen. 20 Jahre lang war er Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Berchem hat 14 Ehrendoktorwürden sowie zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

 

Laut Berchem schafft Sprache Gemeinsamkeit und Heimatgefühl: ”Was mich zum Beispiel immer sehr berührt, ist, wenn KZ-Entkommene, die lange in Amerika gelebt haben, im deutschen Fernsehen oder Rundfunk auftreten und sich immer noch des Deutschen bedienen. Das gehört zu deren Identität“, sagte er und betonte noch mal, dass Sprache ein Teil der Identität ist und wenn sie aufgegeben wird, geht ein Teil der Identität verloren.

 

In dem Interview für die Main-Post überzeugte er, dass es Integration nicht geben kann, ohne dass der Mensch die gegebene Sprache spricht. „Das ist ganz essenziell. Man kann sich nicht zu Hause fühlen, wenn man die Sprache nicht kann“, erklärte er und fügte hinzu, dass man ohne Sprache nicht heimisch werden kann. Seiner Meinung nach kann man von Verzahnung erst dann sprechen, wenn der jeweilige Mensch sich die Sprache aneignet und sich in die Kultur der Nation hineinbegebt. Auf die Frage, wie eng Sprache und Identität zusammenhängen antwortete er: „Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass eine Sprache charakterbildend ist. Es gibt allerdings eine gewisse Verwandtschaft zwischen Denken und Sprache“.

Berchem hat in dem Gespräch auch davon gesprochen, dass es leichter ist eine neue Sprache zu lernen, wenn man bereits einige Sprachen beherrscht. Betont hat er jedoch, dass es als Erwachsener kaum möglich ist eine Fremdsprache so gut zu lernen, wie die Muttersprache. „Nach der Pubertät geht es mehr über den Kopf und weniger über den Instinkt“, sagte Berchem.

Das ganze Interview kann man auf der Internetseite der Main-Post lesen:

http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Deutsche-Sprache-Fremdsprachen-Landessprache-Muttersprache-Sprachwissenschaftlerinnen-und-Sprachwissenschaftler-Weltsprachen;art735,8898065

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